Ein Hirt und eine Herde
– Die Einheit der Kirche


Ausstellungsgebäude
am Kapellenplatz („Heidelberger Faß")
Kevelaer, Mai-Nov. 1960
Kurator und Gestaltung:
Heribert Reul

Ausstellungsplakat

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Pressestimme


"Ein Hirt und eine Herde, so heißt die aufrüttelnde Ausstellung, die während der Hauptwallfahrtszeit dieses Jahres [in Kevelaer] gezeigt wird. Wer offenen Auges und aufgeschlossenen Herzens durch diese Ausstellung geht, der ist gepackt von dem Anliegen der Wiedervereinigung im Glauben.
Die Ausstellung zeigt mit einprägsamen Darstellungen und Bildern, die gut ausgewählt und mit knappem Text verbunden sind, das Wesen der beiden großen Glaubensspaltungen, der morgendländischen und abendländischen Kirchentrennungen, wobei die Gefährdung der Einheit durch Irrlehrer in frühchristlicher Zeit zwar angedeutet, aber nur am Rande behandelt wird. Es ist ein Verdienst der Organisatoren und Gestalter der Ausstellung, darunter auch besonders des Künstlers Heribert Reul, daß jeder, ob Katholik oder Protestant, in dieser Ausstellung das ernste Bemühen um die Wiedervereinigung im Sinne des geplanten ökumenischen Konzils anerkennen muß und die entscheidenden Dinge so dargestellt sind, daß sie auch den von uns getrennten Christen etwas zu sagen haben.
[...] Die gemeinsamen Aufgaben stehen, in den Mittelpunkt gerückt, recht deutlich und mahnend. Schon viele Besucher hat die Ausstellung [...] gehabt. Nach dem eucharistischen Weltkongreß kam eine Reihe von hohen kirchlichen Würdenträgern in die Ausstellung [...] und es wäre zu wünschen, daß die wirklich ausgezeichenete Ausstellung auch anderswo gezeigt würde.
Erzbischof Dr. Joseph Affipetty aus Verapila im Staate Kerale in Indien meinte nach dem Besuch der Ausstellung: „Es ist nötig, daß allen Katholiken und Protestanten einmal die Not der Glaubensspaltung deutlich vor Augen geführt wird, damit sie um so leichter den gemeinsamen Weg [...] gehen können."


Kirchenzeitung für das Bistum Aachen, Nr. 36, 04.09.1960